meh als gmües

Die Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord

meh als gmües

Wir haben ein Depot gebaut

Unsere Genossenschaft wächst und in unseren beiden Depots wurde es langsam eng. Um dem vorzubeugen und gleichzeitig näher bei den Mitgliedern im Herzen von Zürich Nord zu sein, hat die Betriebsgruppe entschlossen ein neues Depot zu eröffnen.

Die ABZ Siedlung Jasminweg bot sich geografisch und topografisch – sprich es ist mit dem Lastenvelo für den Transport erreichbar – an und auch die Einbindung in eine funktionierende Siedlung war ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wir konnten uns mit der ABZ und der Siko im laufe des vergangenen Jahres einigen und die Siedlungsbewohnenden nahmen schliesslich unseren Vorschlag für ein Depot in ihrer Siedlung bei ihrer Versammlung an.

Einziger Haken war das fehlen einer geeigneten freien Räumlichkeit in der Siedlung. Aber das hält meh als gmües nicht auf: Ein Bauwagen musste als Zwischenlösung her.

Dieses eher klapprige Gestell konnten wir günstig für unser Vorhaben ersteigern.

In einem Aufruf wurden Mitglieder motiviert, sich beim Umbau zu beteiligen. Glücklicherweise fand sich eine motivierte und kompetente Gruppe zusammen, die sich nicht nur beteiligte, sondern den Umbau komplett übernahm und alle Erwartungen übertrafen.

Schnell zeigte sich, dass das Gestell schon etwas morsch war und für ausreichende Stabilität besser neu gemacht werden sollte. So wurde erst das Dach abgenommen um ein neuen Rahmen aus Abbruchholz zu zimmern. Die professionelle Planung dafür übernahm Andrej.

Die erste Etappe endete mit einer Dachkonstruktion, die sich zeigen lassen kann. Ein kleines Aufrichtfestlein im Kreise der Mitwirkenden durfte natürlich nicht fehlen.

Das Blechdach abnehmen, war etwas einfacher, als es wieder oben aufzulegen, doch mit vereinten Kräften gelang auch dieser Schritt.

Es folgten die Wände. Ein Fenster zum Stosslüften würde gegenüber vom Eingang vorgesehen. Weitere Einsätze, meist Samstags, vergingen, bis auch die Tür bereit war um montiert zu werden. Und damit war der Wagen fertig, oder?

Nicht ganz.

Wieder zückte Andrej Bleistift und Lineal um das Podest und Treppe für den Eingang zu planen. Es folgte die Umsetzung, wo unter anderem auch Bernadette und Roger, die seit Anfang beim Umbau mithalfen, sich ins Zeug legten.

Ende Januar hat die Umbauarbeit begonnen. Zwei Monate und zahlreiche Einsätze später, genau rechtzeitig zum start der neuen Saison im April, war es dann soweit. Der Wagen wurde noch mit Schutzlack bestrichen und die letzten Teile der Treppe vorbereitet und in den Wagen gelegt bevor es an den Transport des Depots auf Rädern ging.

Bei der Siedlung Jasminweg angekommen, schraubten, (v.l.n.r) Andrej, Roger und Bernadette die Treppe zusammen und ajustierten die Pfeiler des Wagens auf den Betonplatten für einen stabilen Stand. Es durfte gefeiert werden!

Aber halt! Wir sind noch nicht fertig.

Das Depot braucht noch Licht und Strom für die Waage. Hier kennt sich Simon – langjähriges Mitglied und ehemaliger Praktikant bei meh als gmües – aus. Mit Solarzellen auf dem Dach des Wagens und einer LED beleuchtung ist auch die elektrische Installation des Depots abgeschlossen.

Mit Tafel, Stiften, Besen etc. sind schliesslich auch die letzten Kleinigkeiten im Depot und das Meisterwerk ist vollbracht.

Der ganze Dank geht an alle Beteiligten in diesem erfolgreichen Projekt.

Und auch wenn es sehr gut gelungen ist, hoffen wir nicht, dass es als Provisorium so lange nötig sein wird, wie etwa das Globus-„Provisorium“, sondern dass in den kommenden Jahren eine geeignete Räumlichkeit in der Siedlung frei wird. Der Wagen wird aber, wenn es soweit ist, bestimmt noch weiter Verwendung finden bei meh als gmües. Jetzt freuen wir uns erst mal, dass wir ein schönes neues Depot haben.