meh als gmües

Die Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord

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Mais

Eigentlich ist der Mais eine Pflanze, die mit Trockenheit ganz gut klar kommt und eher nicht so viel Wasser benötigt. Trotzdem ist es auch dieses Jahr ab und zu Mal vorgekommen, dass der Mais so aussieht.

Der Grund dafür ist, dass der Mais nicht durchgehende befruchtet wurde. Aber was hat die Trockenheit damit zu tun? Und überhaupt, warum hat der Mais diese mühsamen Fäden unter der Schale?

Der Mais verteilt die Pollen über den Wind, von der sogenannten Fahnenspitze, die ganz oben an der Pflanze wächst, auf den „Maisbart“, das sind die Griffel, die oben bei den entstehenden Kolben als „Blüte“ rausschauen. Diese Griffel, auch Maishaar oder -seide genannt, reichen bis an die Stelle wo später das Korn entstehen wird. Also ein Haar pro Korn.

Ist der Griffel erst einmal bestäubt ist das erst die halbe Arbeit, denn nun müssen die Pollen noch bis zu zehn Centimeter dem Griffel entlang wandern. Dafür braucht es Wasser. Bei Trockenheit kommt es vor, dass die Griffel vertrocknen und so die Befruchtung nicht gelingt. Das Resultat sind Maiskolben mit fehlenden Kernen. Tendenziell trocknen dabei eher die kurzen Maishaare an der Spitze aus, weshalb der Maiskolben am ehesten dort keine Kerne hat.

In unserem Fall auf dem ersten Foto war es wohl eher ein Problem bei der Bestäubung selbst. Wie du solche Kolben trotzdem verwerten kannst findest du auf Meh als Rezäpt.

Und falls du die unbefruchteten Maiskolben schon eigenartig findest, dann solltest du unbedingt sehen, was der Maisbeulenbrand aus den Kolben macht.