meh als gmües

Die Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord

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Neue Geräte für den Garten

Am Montag haben wir zwei neue Geräte für den Traktor aus Frankreich geliefert bekommen, mit denen wir unseren Gemüseanbau fundamental neu ausrichten. In unserem Nachbarland haben Biobäuerinnen in den letzten Jahrzehnten ein Konzept zur Bodenbereitung im Gemüsebau entwickelt, welches wir bei uns konsequent anwenden wollen. Im L’Atelier Paysan haben sich unsere Kolleg*innen organisiert und entwickeln diese Technologie open-source.

Mit dem Dammformer können wir Beete auf Traktorbreite anlegen. Die Scheiben werfen den Boden (und allfällige Gründüngung/Vegetationsreste) um und auf – und formen so einen Damm. Konsequent angewandt, können wir so feste Fahrspuren anlegen, was eine Minimierung an Verdichtung im Wurzelbereich unserer Kulturen bedeutet.

Das zweite Gerät dient dazu, die Dämme für das Säen und Pflanzen parat zu machen. Wir erhoffen uns, dass wir so auch die Anzahl der Überfahrten mit dem Traktor minimieren können. Und auch, dass wir schneller sind, um nach der Ernte einer Kultur den Boden für eine Folgekultur oder Gründüngung zu bereiten. 

Wir werden die Geräte als bald in Betrieb nehmen und werden gewiss an dieser Stelle berichten.

Tage der Agrarökologie

Mit vollem Schwung haben die Tage begonnen, wo knapp 100 Veranstaltungen schweizweit im Oktober stattfinden. Organisiert vom Netzwerk Agroecologyworks, zu dessen Gründungsmitgliedern auch das Technikum Urbane Agrarökologie gehört, richten sich die Tage sowohl an Fachleute wie auch Konsument*innen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung in der Deutschschweiz an der ZHAW Wädenswil sass auch Frank auf dem Podium. Fazit der Veranstaltung war, dass Agrarökologie den Weg in eine zukunftsfähige Landwirtschaft beschreibt, der auch die sozialen und ökonomischen Dimensionen der Transformation berücksichtigt.

Freitag Vormittag organisierten wir eine Führung über Mehr als Wohnen, wo wir die verschiedenen Depots solidarischer initiativen, dem Speichär und die gemeinschaftlichen Gartenprojekte vorstellten. Doris Tausendpfund – die als Dozentin der ZHAW die Gartenprojekte begleitet – informierte spannend, wie sich die Arbeit in den Projekten organisiert und wo die Herausforderungen liegen. Gekommen sind knapp ein Dutzend Leute, u.a. von den Urbanen Dörfern, einer Initiative aus Bern, die sich dem Aufbau sozial-ökologischer Wohngenossenschaften verschrieben hat. 

Am Freitag Abend haben wir eine Tavolata bei Die Cuisine veranstaltet, wo sich vierzehn Zürcher Initiativen der Urbanen Agrarökologie – umrahmt von einem mehrgängigen Menü – präsentierten. Es war spannend zu sehen, wie gross das Spektrum und das Engagement reicht.

Eine gute Gelegenheit, um auf den aktuellen Blogartikel von Johanna Herrigel “Agrarökologie ist auch immer gesellschaftspolitische Bewegung” hinzuweisen, der auch dieses Mal an Hand von meh als gmües beschreibt, wie bedeutend unsere Initiative für einen Ernährungswandel ist.