meh als gmües

Die Gemüsegenossenschaft in Zürich Nord

Das Technikum Urbane Agrarökologie @ meh als gmües


Das Technikum Urbane Agrarökologie in Zürich beinhaltet drei ineinander wirkende Elemente, durch die Innovationen der Urbanen Agrarökologie systematisch entwickelt werden

  • das Reallabor Urbane Agrarökologie schafft Innovationen,
  • die konkreten Pilotprojekte wenden Innovationen an und testen diese und
  • der Projektlehrgang Community Gärtner*in vermittelt Innovationen.

Das Technikum@​mehalsgmües ist ein nicht-gewinnorientierter Verein mit der Perspektive, schnell selbsttragend zu werden, indem es insbesondere Dienstleistungen gegenüber Dritten erbringt. Diese Dienstleistungen sind vielfältig und beinhalten unter anderem: Planung und Bewirtschaftung von Flächen nach den Prinzipien der urbanen Agrarökologie; Testen von neuen Bewirtschaftungs- und Betriebsformen (mit entsprechender Begleitforschung) und daran gekoppelt, neue Wirtschafts- und Nutzungsformen von Flächen für die Bevölkerung; Durchführung von Bildungsveranstaltungen für verschiedenste Zielgruppen.

Reallabor Urbane Agrarökologie

Urbane Agrarökologie hat einen starken experimentellen Charakter, bei der die Entwicklung von Innovationen im Mittelpunkt steht. Denn eine prototypische Praxis der Urbanen Agrarökologie muss erst (weiter-)entwickelt, getestet, mess- und vermittelbar gemacht werden. Hierfür braucht es eine strategische und enge Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlicher Forschung und verschiedenen Praxisakteuren, wie Personen aus der kommunalen Verwaltung und der Stadtpolitik, Gärtner*innen und Landwirt*innen, Betrieben und Konsument*innen. Das Reallabor Urbane Agrarökologie (siehe Darstellung) bietet genau solch eine Struktur: Hier werden in einem partizipativen und co-kreativen Prozess Innovationen der Urbanen Agrarökologie entwickelt (Co-Design), angewandt (Co-Produktion) sowie evaluiert und vermittelbar gemacht (Co-Evaluation).

Reallabore sind eine Form des kollektiven Lernens und Forschens, die im Bereich gesellschaftlicher Transformation zunehmend Verbreitung findet. Sie beinhalten partizipative Feldexperimente, in denen verschiedene Akteure gemeinsam kreativ-experimentelle Ansätze entwickeln und diese direkt im „realen Feld“, sprich in der Gesellschaft, erproben und evaluieren.

Prototyp-Projekte

Urbane Agrarökologie braucht gute Beispiele – Leuchtturmprojekte – um darzustellen und zu vermitteln, was sie ist und was sie kann. Ein erstes Ensemble an Prototyp-Projekten der Urbanen Agrarökologie entsteht als Teil der Weiterentwicklung der Gemüsegenossenschaft meh als gmües. Darüber hinaus sollen durch Kooperationen mit landwirtschaftlichen Betrieben, Schulen, Quartierszentren und anderen Initiativen weitere Prototyp-Projekte entstehen, die über meh als gmües hinausreichen. 

Im Technikum Urbane Agrarökologie werden alle Prototypprojekte systematisch entwickelt, dokumentiert und vermittelbar gemacht. Die Projekte werden konsequent von der Perspektive der zukünftigen Bewirtschaftung her entwickelt. Die Planung, Initiierung und Umsetzung der Prototypprojekte wird insbesondere von den angehenden Community-Gärtner*innen geleistet.

Projektlehrgang
Community Gärtner*in

In der Stadt braucht es viele Community-Gärtner*innen, die mit Quartierbewohner*innen und anderen Akteur*innen, neue und innovative Betriebs- und Nutzungsformen von (Grün-)Flächen initiieren und laufend weiterentwickeln können. Zudem benötigt der agrarökologische Landbau dringend Menschen, die in der Produktion von Lebensmitteln, der Schaffung von Biodiversität und Vermittlung guter Praxis und Wissens erfahren sind. 

Im achzehnmonatigen praxisorientierten Projektlehrgang Community-Gärtner*in planen und initialisieren die Teilnehmenden in Vollzeit und kollaborativ die Projekte im Technikum Urbane Agrarökologie und werden von erfahrenen Community-Gärtner*innen angeleitet. Die zukünftigen Community-Gärtner*innen sind befähigt, im (peri-)urbanen Raum Projekte im Einklang mit den Prinzipien der urbanen Agrarökologie zu planen, zu initialisieren und zu bewirtschaften. Zu den ​zukünftigen Tätigkeitsfeldern gehören sowohl noch zu entwickelnde Berufe als auch bereits bestehende Berufe, in denen die Verbreitung agrarökologischer Prinzipien zunehmen soll.